Rohstoffpolitik

Konfliktmineralien: EU-Kommission möchte starke US-Standards untergraben

Seit 2010 sind alle US-amerikanischen Börsen gelistete Unternehmen verpflichtet offenzulegen ob ihre Produkte die vier Minerale Tantal, Zinn, Wolfram oder Gold enthalten. Ist dies der Fall, dann müssen sie zudem nachweisen, dass diese nicht aus der Demokratischen Republik Kongo oder aus Nachbarländern stammen. Wer das nicht kann oder will muss öffentlich dazu stehen, dass Mineralien aus diesem Gebiet tatsächlich oder möglicherweise verwendet werden. So ist es in der „Section 1502“ der sogenannten Dodd-Frank Gesetzgebung vorgesehen. Wozu das Ganze gut sein soll?

Schrei nach Aluminium

An der Londoner Metallbörse (LME) herrscht Unruhe. Seit Monaten streiten sich Realwirtschaft und Finanzmarktakteure. Im Mittelpunkt steht die Verfügbarkeit von Aluminium. Trotz eines Überangebots bei diesem Leichtmetall kommen Unternehmen wie Bierdosen- oder Autohersteller einfach nicht rechtzeitig an ihren Werkstoff.

Zu diesem Thema habe ich einen Meinungsbeitrag geschrieben welcher am 10. Dezember beim NE-Metalle Monitor von Dow Jones publiziert wurde.

Broschüre: Seltene Erden und die Neuentdeckung der Rohstoffpolitik

Seit 2009 habe ich mich intensiv mit europäischer Rohstoffpolitik befasst. Das Thema steht zweifellos im Rampenlicht. Die Nachfrage steigt, der Zugang zu Rohstoffen wird schwerer und es ergeben sich neue Konfliktlinien. Um einen Einblick in meine Arbeit zu diesem Thema zu geben, habe ich eine kleine Broschüre erstellt. Viel Spaß beim lesen!

Pressemitteilung: Fusion Glencore und Xstrata

Heute hat die europäische Kommission die Fusion der beiden Rohstoffgiganten Glencore und Xstrata gebilligt. Reinhard Bütikofer industriepolitischer Sprecher der Grünen/EFA kritisierte das Eilverfahren mit dem die Fusion genehmigt wurde und erklärt dazu:

Bütis Woche: 22. November, Reise nach Bulgarien

Letzte Woche war ich in Sachen Rohstoffpolitik, Bergbau und Schiefergas in Bulgarien und hatte dort interessante Gespräche mit den Grünen (Zelenite), dem stellvertretenden Wirtschaftsminister, der Bulgarischen Bergbau- und Geologie-Kammer, der Bergbau-Universität „St. Ivan Rilski“, der Bulgarischen Handelskammer sowie mit NGO-Vertretern.

Pressemitteilung: „Wer abhängig ist, zahlt.“ Wieviele Weckrufe braucht Europa?

Einige Wochen lang wehte über Europa in Sachen „Seltene Erden“ ein laues Lüftchen der Hoffnung. Seit Juli waren die Preise, die seit Jahresbeginn dramatisch gestiegen waren, wieder im Sinken. Doch bevor falscher Optimismus sich ausbreitet, kommt jetzt wieder eine schlechte Nachricht aus China. Chinas Staatskonzern „Inner Mongolia Baotou Steel Rare-Earth Group Hi-tech“ – der weltgrösste Produzent von Seltenen Erden – hat entschieden, die Produktion für einen Monat still zu legen, um die Preise „zu stützen“.